Das nördlichste zugelassene Weinbaugebiet Deutschlands
STARGARDER LAND
Der Weinbau in Mecklenburg hat eine lange Tradition. Seit dem 14. Jh. wurde, anfangs in Klöstern, Wein angebaut. Mitte des 19. Jh. ging diese Tradition vorerst zu Ende, als der Weinberg von Crivitz (bei Schwerin) gerodet wurde.
Im Jahr 1999 wurde der Winzerverein in Rattey und 2001 der in Burg Stargard gegründet. Auch wegen der fünf Jahrhunderte alten Tradition des Weinbaus in Stargard wurde das „Stargarder Land“ mit seinen ca. 3,7 ha Rebfläche im Jahr 2004 offiziell als Weinbaugebiet zugelassen.
Die Rethra Kellerei und ihre Spezialisten hatten sich von Anbeginn für diese Entwicklung engagiert und arbeiten aktiv in den Privatwinzervereinen mit.
Die Rethra Kellerei selbst ist Mitglied des Vereins der Privatwinzer von Burg Stargard. In der Kellerei wird der Stargarder Wein gekeltert, vergoren, ausgebaut und abgefüllt.
Der Stargarder Winzerverein bewirtschaftet zwei kleine Rebflächen:
„Am Teufelsbruch“ werden ca. 1.000 Stöcke drahtgebunden erzogen und im „Stargarder Burggarten“ wird die auch schon im Mittelalter gebräuchliche „Pfahlerziehung“ angewendet.
In Burg Stargard wird mit dem „Elbling“ auch die älteste deutsche Rebsorte kultiviert, die mit hoher Wahrscheinlichkeit schon auf den 1508 durch Herzog Heinrich V. angelegten Weinbergen zu finden war.
500 Jahre Weinbau in Burg Stargard waren auch der Anlass dafür, dass die Stargarder Winzer die Ausstellung über die Geschichte des Weinbaus in Norddeutschland im Museum auf der Burg erweiterten. Gezeigt werden ca. 150 Exponate zur Historie des Weinbaus, des Kelterns, der Lagerung und der Weinabfüllung.
Am 27.04.2008 gab der Nordkurier zusammen mit dem Stargarder Winzerverein eine Sonderbriefmarke mit Ersttagsbrief heraus. Anlaß war der 500. Jahrestag der Erstanlage des Stargarder Weinbergs. Eine Briefmarkenausstellung im Museum Burg Stargard ist dem Thema „Wein und Weinbau auf Briefmarken gewidmet.
Am Donnerstag 09.09.2004 schreibt die Frankfurter Allgemeinen Zeitung zum Weinbau in Burg Stargard im Artikel:
Ein Verschnitt aus Liebe, Wagemut und Idealismus, Weinbau im Stargarder Land
„Dabei wurde bis Ende des 18. Jahrhunderts noch auf dem Burgberg Wein angebaut. Der Weinbergsweg, der zur einzigen mittelalterlichen Höhenburg Norddeutschlands führt, weist noch heute darauf hin. Hier oben, auf dem Landeserntedankfest vor drei Jahren entstand die Idee, einen Winzerverein in Burg Stargard zu gründen.
Das Städtchen duckt sich in eine Talsenke und wird umgeben von sieben „Bergen“. Der historische Kern von Burg Stargard hat Flair, und der Weinbau passt dorthin. Mit den verputzten pastellfarbenen Häusern, dem Blumenschmuck in Kübeln und den Rosenstöcken an den Fassaden könnte man sich in einem badischen Weinort wähnen.“
Die rechts abgebildeten Fotos vom Stargarder Land stammen von Stefan Schmidt, Neubrandenburg.









